USA 2012

Seattle

Tag 15 (Montag 10. September) Heute machen wir Pause, nicht vom bloggen, aber vom Motorradfahren. Wir lassen unsere Höbel stehen und machen in Seattle Sightseeing. Nach dem Aufstehen organisieren wir als erstes den Reifenwechsel von morgen Dienstag. Danach gehts ins Starbucks (neben Microsoft, Amazon, Eddie Bauer und Boeing eine der Firmen, die in Seattle gegründet wurden, entsprechend hat es viele Filialen hier) zum Frühstück. Anschliessend muss Markus seine zerstörte Spiegelreflexkamera ersetzen. Damit ist der amtliche Teil erledigt, und wir gehen zum Space Needle, wo wir aus 150 m Höhe bei sonnigem Wetter auf die Stadt und den Hafen hinunterschauen. Prächtig. Diesen Beitrag weiterlesen »

Am Pazifik!

Tag 14 (Sonntag 9. September) Nun haben wir endlich den Stillen Ozean erreicht. Mit unserer Ankunft ist es aber mit der Stille vorbei! Aber nun mal ernst: Die erste Hälfte unserer Fahrt von heute führt uns pfeifengerade über viele Dutzend Meilen durch abgemähte Kornfelder. Dabei weht ein stürmischer Wind, sodass die Fahrt recht anstrengend ist, weil es uns auf den Höbeln recht hin und her wirft. Am denkwürdigsten sind heute aber die Namen der Ortschaften, durch die wir kommen: Diesen Beitrag weiterlesen »

Von Butte (MT) nach Spokane (WA)

Tag 13 (Samstag 8. September) Heute ist Meilenfressen angesagt: Wir müssen die 407 Meilen (656 km) von Butte nach Spokane zurücklegen, so wie es unser Plan vorsieht. Darum ist es auch Zeit, dass wir Euch unsere Höbel vorstellen: Wir fahren alle drei eine Harley-Davidson Heritage Softail Classic, Jahrgang 2012, eine in blau (big blue pearl), und zwei in Perlmutterweiss (white hot pearl). Sie haben einen Hubraum von 103 Kubik-Inch (ca. 1700 cm³), das ist mehr als eine anderthalbliter Pet-Flasche! Da knatterts und röhrts recht schön, wenn der Saft in die Zylinder steigt.   Diesen Beitrag weiterlesen »

Butte [bju:t] (da wo der Westen noch wilder ist)

Tag 12 Freitag (7. September) Strahlender Sonnenschein begrüsst uns am Morgen bei wiederum frischen Temperaturen (welche aber im Laufe des Tages deutlich milder werden). Wir haben unsere Höbel auf der anderen Strassenseite hingestellt, wo sie nicht am Schatten stehen. Damit sind die Sättel bereits abgetaut. Nach dem Frühstück (bei Riley) machen wir uns frisch getankt auf die nördliche Schlaufe der achterförmigen Rundstrecke, die landschaftlich sehr interessant ist, aber viel weniger vulkanische Sehenswürdigkeiten bietet. Bei den Mammoth Hot Springs sind wir schockiert. Diesen Beitrag weiterlesen »

Yellowstone National Park

Tag 11 (Donnerstag 6. September) Am Morgen wachen wir halbgefroren auf. Es ist um Null Grad, und die Töffsättel sind von einer dicken Reifschicht überdeckt. Wir legen heute die Wintermontur an, kratzen das Eis vom Sattel, gehen frühstücken und fahren dann direkt los. Heute wollen wir das südliche Teil der achterförmigen Rundstrecke abfahren. Das geht zuerst nach Süden nach Fishing Bridge, wo der Yellowstone Lake beginnt. Er ist riesig, so etwa wie der Bodensee. Aber vorher geraten wir noch rasch in eine Bisonherde, die neben der Strasse weidet. Diesen Beitrag weiterlesen »

Teton National Park

Tag 10 (Mittwoch 5. September) Beim Joggen am Morgen frieren wir, trotz der Sonne, recht an die Glieder. Jackson Hole liegt eben an die 1901 Meter hoch, und das merkt man jetzt. Nach dem Frühstück im Laura Ashley Living Room packen wir unser Zeug zusammen und brausen los, nach Norden in den Grand Teton National Park hinein. Linkerhand, dh. im Westen, erheben sich die erhabenen Gipfel der Teton Range, um diese Jahreszeit ohne Schnee (was noch prächtiger ausgesehen hätte). Anstatt auf der Hauptstrasse 191 zu bleiben, zweigen wir an der Moose Junction nach links in die Strasse nach Jenny Lake ab. In der Jenny Lake Lodge hätte uns ein Zimmer (falls wir nicht im März das letzte Cabin im Yellowstone Park noch erwischt hätten) an die 500 Bucks gekostet! So mondän ist es hier. Der See selbst ist wunderhübsch, und wir machen den einen oder anderen Halt, um die Aussicht zu geniessen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Jackson Hole

Tagesmotto: Beware of the bear!

Tag 9 (Dienstag 4. September) Des Morgens spät führen wir unsere Joggingrunde entlang dem Bärensee durch. Die Luft ist herrlich erfrischend, ebenso wie die Aussicht auf das Wasser. Danach unter die Brause und in den Paris Grill zum Zmorgen (ein wahrhaftes Holzhackermenu, ausser das sämige Joghurt, das da nicht recht dazupasst). Den Kaffee müssen wir leider streichen, da die Serviertochter mental an der Kaffeemaschine scheitert (als sie das Wasser ohne Kaffeeepulver durchlässt, stellt sie uns noch baldigen Kaffee in Aussicht, danach erwähnt sie diesen mit keinem Wort mehr). Auch wir kommen beim Bezahlen nicht mehr auf dieses Trauerspiel zurück –  sie wirkt beim 1-Dollartrinkgeld überrascht, unklar, weil es so wenig oder überhaupt eins gab. Danach verlassen wir das Dörflein in Richtung Norden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Laborday

Tag 8 (Montag 3. September) Der heutige Tag sollte eigentlich ziemlich ereignislos verlaufen und die geplante Strecke war mit rund 300 Km zudem eher kurz. Und da die nächste Übernachtung in Garden City gegenüber Evanston wunderschön an einem See gelegen ist, haben wir unser tägliches Jogging gleich auch noch auf den Abend verschoben.

Am Vorabend hatte Hugo noch einen Schuhladen entdeckt. Jedenfalls waren wir der Auffassung, ein Besuch dieses Ladens liege allemal drin. Da mussten wir dann noch einige Minuten warten, bis dieser um 10:oo öffnete.  Aber Hugo hat seine sehnlichst gewünschten Cowboystiefel erstanden und diese gleich auch den ganzen Tag getragen. Unsere Weiterfahrt hat sich an der nächsten Kreuzung nochmals verzögert. Grund war der Evanston-Umzug zum Laborday, eine Umfahrung war nicht möglich. Also haben wir uns das Spektakel ebenfalls noch angesehen, was übrigens sehr kurzweilig war und wir feststellen mussten, dass die amtierende Mrs-Wyoming eben aus Evanston kommt…

Anschliessend ging’s dann los und wir fuhren bis nach Ogden, nördlich von Salt Lake City. Hier versuchten wir, mit der Eagle-Rider Hotline Kontakt aufzunehmen wegen Urbans abgefahrenem Hinterpneu. Diese beschieden uns, mit der Niederlassung in Salt Lake City Kontakt aufzunehmen und dort boten sie uns gleich auf, doch noch schnell in Salt Lake City vorbeizuschauen, denn sie würden den Hinterpneu gleich auswechseln. Diese Übung kostete uns weitere dreieinhalb Stunden mit Hin- und Rückfahrt und warten, bis der Pneu gewechselt war. Zudem hat sich unsere Tour gleich mal um knapp 200 Km verlängert…

Nun hat Urbans Harley wie die anderen beiden anstelle eines filigranen Avon-Reifens ein unverwüstliches Harley-Teil am Hintern, das aber mutmasslich viel dauerhafter ist. Also sind wir anstelle über idyllische Landstrassen auf dem Highway bis knapp nach Promontory gedonnert umd dort den ‚Golden Spike‚ zu sehen. Hinweis: an diesem Punkt haben sich im Jahr 1869 die beiden Bahngesellschaften getroffen, welche die Bahnlinie zwischen Atlantik und Pazifik in einem Wettrennen erstellt haben.

Nach Promontory ging’s dann an unser Ziel Garden City. Diese Strecke hat uns für die restlichen Widrigkeiten dieses Tages vollumfänglich entschädigt. Diese war schlichtweg ein Bikertraum. Die Strecke entlang dem Logan River im Wasatch-Cache National Forest präsentiert sich uns in traumhaftem Abendlicht. Wir haben die Strasse für uns allen, dh. unsere Seite nur, denn auf der Gegenspur kommen alle Salt Laker von Bötlifahren am Bärensee zurück – Stossstange an Stossstange.  Nach einem Nachessen ohne Bier – wir sind offenbar in einer alkoholfreien Ortschaft gelandet, denn die Bedienung sagte uns, dazu müssten wir zwischen 30 und 40 Minuten fahren – aber leckeren fritierten Mozarellastreifen und einer amerikanischen Pizza für uns drei, geht nun ab in die Heia.

So long, die USA-Küpfis

Evanston,WY (A) – Ogden,UT (B) – Salt Lake City,UT (C) – Promontory,UT (D) – Garden City,UT (E)
Trip: 317mi / 510km (Total: 1’915mi/3’081km)
Zeit: 5:30h

Dinosaur

Tag 7 (Sonntag 2. September) Nun sind wir bereits im Staate Wyoming! Aber alles der Reihe nach: Wir drehen am Morgen nach dem Aufstehen zuerst unsere Jogging-Runde, so zweieinhalb Kilometer, dann duschen und frühstücken. Man kann es kaum glauben, aber jeden Tag wird unsere American Breakfast Erfahrung durch eine neue Krönung bereichert. Heute ist es das Blueberry-Joghurt im Schlauch, das köstlich schmeckt, aber abartig aussieht. Sodann satteln wir unsere Maschinen, und los geht’s Richtung Westen auf der I-70, an Ortschaften mit wohlklingenden Namen (zB. Fruita) vorbei bis nach Loma, wo wir tanken und auf die Strasse 139 nach Norden abzweigen, die Berge hinauf, über den Douglas-Pass bis nach Rangely. Einige Meilen weiter erreichen wir die Ortschaft Dinosaur, in der alles prähistorisch verbrämt ist. Diesen Beitrag weiterlesen »

One Million Dollar Highway

Tag 6 (Samstag 1. September) Als erstes – noch vor dem Frühstück – fahren wir rasch zum Eingang des Parks (rund 25km…), um Benzin zu tanken, da wir fast auf dem Trockenen sitzen, und wir gestern Abend die Weitläufigkeit des Geländes unterschätzt haben.  Da es gestern spät wurde, machen wir den Rundgang im Mesa Verde National Park heute morgen. Die langen, geführten und zahlpflichtigen Touren lassen wir aus, da sie auch zu lange dauern. Wir machen den Mesa Top Loop mit all seinen Stationen und besichtigen dann noch das Spruce Tree House, das man auf eigene Faust besichtigen kann. Zu einer Zeit als bei uns in Europa gerade das Weströmische Reich unterging, Diesen Beitrag weiterlesen »