Au revoir, la France

Tag 11, Donnerstag, 25.06.2026: Abermals beginnt der Tag mit unserer Routine, wir kaufen diesmal ganz ohne Übermut ein Sixpack «eau naturelle», zu den noch vorhandenen 2 Flaschen. Und wie es scheint, haben wir grad die Rushhour im Aldi von Villars-les-Dombes erwischt. Wir stehen an der Kasse in voller Montur ca. 10 Minuten an. Zum Glück ist der Laden klimatisiert.

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Dann können wir endlich losfahren. Im Saonetal ist es rein von der Aussicht her eher eintönig, darum gibt es heute auch kaum Fotos. Von der Route her ist es trotz allem interessant und abwechslungsreich. Stecken mit langen, geraden und dann wieder mit kurvigen Passagen über Hügel, wechseln sich ab. Nach der morgendlichen Kafipause wird die Landschaft hügeliger und wir fahren über den Col de Landoz-Neuve (1’260m). Bei der Abfahrt entdecken wir am Wegesrand einen Stein mit der Aufschrift «VAUD» und stellen fest, wir sind wieder in der Schweiz angekommen. Am Lac de Joux vorbei, fahren wir den Col du Mollendruz (1’184m) hoch und kurz danach ist es Zeit für die Mittagspause. Wir verköstigen uns mit einem Baguette und noch vorhandener Saucisson (Variante Roquefort). Die Route führt uns am Rande des Greyerzerlandes vorbei und am Fusse des Jaunpasses in Charmey schlagen wir unser Nachtlager auf.

Den Sixpack Wasser haben wir trotz der erträglichen Temperaturen von durchschnittlichen ca. 32° aufgebraucht, und die 2 überzähligen Flaschen stellen wir für Morgen in den Kühlschrank.

Tagesetappe: 299km
Total: 3’609km

Gorges du Tarn

Tag 11, Mittwoch, 24.06.2026: Nach unseren allmorgendlichen Erledigungen starten wir bei angenehmen, fast frösteligen 21° unsere Tour.

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Es geht gleich los mit den Gorges du Tarn, einer weiteren, imposanten Schlucht. Dieser folgen wir aber nur einige Kilometer, um dann in uns bekannten Spitzkehren eine steile Felswand zu überwinden. Zwischendurch machen wir Halt bei einem Aussichtspunkt und da ist die Felswand, welche von dort noch weiter hochragt, so dermassen imposant, das einem fast schwindlig wird! Auch der Blick zurück durchs Tal ist ebenso gewaltig. Wir fahren weiter und erreichen eine Hochebene mit einer Strasse, welche über mehr als 5km schnurgerade aus verläuft, nicht die kleinste Kurve!

Beim Schreiben des Blogs, stellen wir fest, dass wir nur ca. ¼ des Gorge gefahren sind und da dieser in einem Bogen verläuft, uns das Navi infolge «kürzere Stecke» über eben diese Hochebene geführt hat. Wir sind ein wenig enttäuscht. Über den Col de la Pierre Plantée (1’264m) hinweg schlängelt sich die Route durchs Gelände und führt uns am «Viaduct de Chapeauroux» vorbei. Dieses kann man von der Strasse aus, welche sich einen Hang hochwindet, sehr gut besichtigen. Das Viadukt wurde in den 1860er Jahren erbaut, um die Gegend besser zu erschliessen und Paris mit Marseille zu verbinden.

Unser Weg führt uns so langsam in Richtung Lyon. Und anstatt die Stadt in gebührendem Abstand zu umfahren, zieht es uns magisch an. Als wir unseren Irrtum bemerkten, endete die vermeintliche Stadtautobahn mitten in der Stadt und wir wühlen uns der Rhone entlang, 3-4 spurig und sehr heiss! Sehenswert allemal, aber diverse Versuche Lyon zu entkommen, schlagen fehl! Doch plötzlich entdecken wir den rettenden Wegweiser «GENÉVE» und wir halten, komme was wolle, darauf zu!

Nach einer gefühlten Ewigkeit entkommen wir dem Griff Lyon’s und finden nordnordöstlich in «Villars-les-Dombes» eine tolle Unterkunft auf einem Bauernhof. Die Besitzer sind äusserst zuvorkommend und kredenzen uns eine eisgekühlte Flasche Wasser und dann gleich noch eine Zweite! Wir beziehen das Zimmer, sehr nett eingerichtet. Gutshofmässig elegant (Antiquitäten) und überall stehen, liegen, hängen irgendwelche Entenfiguren oder Bilder von Enten. Auf die Frage, wie viele Enten sie habe, meinte die Besitzerin: «etwas über 4’000». Über dieser Anzahl waren wir dann doch ziemlich sprachlos.

Zum Znacht wird uns der lokale Italiener (Pizzéria La Toscane) empfohlen und wir bekommen den besten, bisher verköstigten Pulpo! Generell, nicht nur in Frankreich!

Erholt und gestärkt fahren wir retour zur Unterkunft und springen in den Pool. Die Wetterstimmung wirkt beinahe bedrohlich und schon nach ein paar Minuten beginnt es zu regnen und wir flüchten auf unser Zimmer.

Tagesetappe: 440km
Total: 3’310km

Wie Motten vom Licht …

Tag 11, Mittwoch, 24.06.2026: … wurden wir von Lyon angezogen. Wir wollten auf gar keinen Fall da hineingezogen werden und schwupps, mehr als einmal hat’s uns erwischt. Darum wurde der Tag länger als erwarte und wir haben und entschieden ein bisschen im Pool abzukühlen und reichen den Reisebericht von heute Morgen nach – versprochen!

Wir haben heute überschlagsmässig ca. 14 Liter Wasser getrunken, der Abend ist aber noch jung!

Tagesetappe: 440km
Total: 3’310km

Viaduc de Millau

Tag 10, Dienstag, 23.06.2026: Heute morgen haben wir etwas Startschwierigkeiten, zum einen dem Zmorgen geschuldet, welcher erst ab acht Uhr bereitstand, sich aber absolut gelohnt hat. Zum anderen, weil die neue Route einfach nicht auf’s Navi wollte und wir ausserdem noch eine Banküberweisung tätigen mussten.

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Beim Auschecken stellten wir fest, dass keine Kartenzahlung möglich war. Die Gastgeberin drückt uns ihre IBAN in die Hand und meinte wir solle es dann einfach überweisen. Sie hat noch keine ID oder sonst was von uns gesehen. Wir sind ab dem Vertrauen beeindruckt und überweisen natürlich prompt! Ausserdem runden wir noch gehörig auf, da wir die «Vase de brosse de toilettes», das Keramikgeschirr der Klobürste zerscheppert haben. Das Teil stand aber auch etwas unglücklich auf dem WC-Deckel und beim Umdrehen mit dem Badetuch flog das Teil. Als wir es gebeichtet haben, meinte sie unbeeindruckt, sowas kann passieren.

Gegen 10 Uhr ging es dann endlich los und beim ersten Intermarché füllten wir abermals unseren Proviant nach. Der erste Liter kalten Wasser schütteten wir sogleich in uns rein. Der Rest des Wasserlagers kaufen wir ungekühlt, hat einfach keinen Sinn, das Wasser ist nach einer Stunde eh warm! Unsere Höbel bekamen natürlich auch etwas gegen den Durst.

Jetzt kann es wirklich losgehen und als erstes steht die Überquerung des Rhonetals auf dem Programm, lang und heiss. Die vielen Ortschaften machen es nicht einfacher. Bei Saint-Martin-d’Ardèche beginnt der Gorge de l’Ardeche, eine ca. 32km lange Schlucht. Zu unserem Leidwesen fährt man nicht unten beim Fluss, wo es schattig und schön kühl ist, nein man fährt ober auf dem Kamm und hat dafür atemberaubende Aussichtpunkte. Bei der Ortschaft Vallon-Pont-d’Arc hat es dann noch einen gigantischen Gesteinsbogen durch den die Ardeche fliesst. Leider ist der Platz etwas beschränkt und wir konnten deshalb kein Foto machen.

Anschliessend fahren wir den Gorge de la Vie hoch und oben auf dem Plateau eine Strasse entlang, die 5km lang nicht den geringsten Bogen macht. Haben wir seit unserem USA Trip nicht mehr erlebt.

Bei einem unserer vielen Trinkhalte stellen wir unsere Höbel an den Schatten unter einem Baum und kaum haben wir getrunken dackelt schon so ein Louis daher und meint dann auf französisch, dass das Parkieren hier auf dem Trottoir nicht erlaubt sei. Wir ignorieren ihn und wundern uns über den anderen dort abgestellten Töff, welcher sogar ein Schloss am Vorderrad hat. Egal, wir machen uns auf, weiterzufahren. Die letzten Kilometer in Richtung Millau fahren wir auf der Autobahn, da eine Umleitung so ausgeschildert war. Kurz vor Millau sehen wir dann auch, was der Grund für diese Routenwahl war, das imposante Viadukt, welches sich auf 2’460m Länge und einer gesamten Höhe vom 343m über das Tal erstreckt. In Le Rozier schlagen wir unser Nachtlager auf. Zum Hotel gehört das Restaurant L’Alicanta. Extrem lecker zu einem überraschend günstigen Preis.

Tagesetappe: 300km
Total: 2’870km

Mont Ventoux

Tag 9, Montag, 22.06.2026: Heute morgen fahren wir erneut die Route touristique de Combs Laval hoch. Ganz einfach, weil unsere Route dort durchführt. Und somit kommen wir auch erneut am Col de la Machine (1’011m) vorbei, weiter zum Col de Carri (1’215m) und über den Col du Pronce (1’100m). Die Cols sind deutlich niedriger geworden, wir merken, dass wir am westlichen Ende der Alpen angekommen sind. Die Gegend ist wesentlich weiter geworden. Wir machen in «Die» einen Tankstopp und füllen unseren Proviant nach. Im InterMaché in der Wasserabteilung steht ein angebrochener Sixpack 1.5l Flaschen und dies animiert uns dazu gleich die verbleibenden 4 Flaschen zu kaufen. Dazu noch 2l aus dem Kühlregal, damit wir gleich eine kühle Erfrischung haben und die zweite in die Thermosflasche für später.

Wir fahren weiter, durch den Gorges de l’Escharis und über den Col de Tavard (557m). Im Abstieg entdecken wir eine lauschige Aire und machen Znünipause, also eigentlich nur einen Kafihalt. Über den Col de Lescou (819m) und den Col de la Sausse (791m), auf dem eine Tafel steht, dass keine Schneeketten mitzuführen und auch keine Winterreifen erforderlich sind – wir sind anhand der aktuell herrschenden Temperaturen etwas verwirrt. Anschliessend durchqueren wir einen weiteren Gorges, den Gorges de Trente Pas. Das Thermometer zeigt zwischendurch 39° an und wir trinken, was geht und es geht einiges! Und da nicht alles durch Schwitzen verloren geht, ist abermals eine Pause notwendig. Wie machen halt, bei einem schattigen Rastplatz in der Nähe von Saint-Léger-du-Ventoux und stärken uns mit Baguette und der schon zur Gewohnheit gewordenen Saucisson. Als Dessert teilen wir uns einen Apfel.

Als wir gerade dabei sind unser Höbel zu satteln fragt uns eine Velofahrerin ob wir Wasser hätten und wir sagen Ja: Sie meinte dann, sie bräuchte es aber um sich abzukühlen und wir ja, wir haben Wasser, aber irgendwie haben wir uns nicht verstanden und sie fährt weiter.

Wir sind aber dennoch etwas irritiert, dass man freiwillig bei diesen Temperaturen noch mit dem Rennvelo unterwegs ist, aber jeder, wie er will.

Unsere Route führt uns ein wenig in der Gegend umher, dies, damit wir von Osten (Sault) herkommend den Mont Ventoux (1’909m) hochfahren können. Die Aussicht dort oben ist gewaltig. Ab etwa 100m unterhalb des Gipfels gibt es keine Vegetation mehr und es sieht wie in einer Mondlandschaft aus. Der Ausblick von dort oben ist unbeschreiblich und ganz weit im Osten sieht man, dass es regnet und auch Donnergrollen ist zu vernehmen! Wie sind wir froh, dass sich unsere Route gen Westen wendet. Unten im Tal angekommen suchen wir eine Unterkunft und die ist wirklich schön, inklusive Pool und da wir früh dran sind, kühlen wir uns darin ab. Da sich in der Unterkunft kein Restaurant befindet, verlassen wir uns auf die Empfehlung der Besitzer, welche uns vollkommen zufriedenstellt.

Im Gegensatz zu den Restaurants, welche wir letztes Mal beim Durchqueren von Frankreich (Reise nach Schottland) kennengelernt haben, sind wir diesmal mehr als positiv erfreut.

Tagesetappe: 280km
Total: 2’570km

Strassen die am Felsen kleben

Tag 8, Sonntag, 21.06.2026: Mit Lavendelduft in der Nase verlassen wir das Hochplateau (ca 650m) um Valensole und wenden uns Richtung Norden. Als erstes überqueren wir den Col de l’Orme (732m), gefolgt von der Clues de Barle. Dies Klusen sind alle so in etwa gleich, sehr schmale Strassen, man muss förmlich um die Kurven spienzlen, kleben an den Felswänden und auf der anderen Seite hat es ein Mäuerchen, ca. 50cm hoch und dann geht’s runter, weit runter!

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Die beiden Wasserflaschen in unserem Vorrat kommen uns etwas knapp vor, so machen wir in einem kleinen Supermarkt (Proxy) halt und stocken unseren Vorrat mit 3 weiteren 1.5l Flaschen und 2 Äpfeln auf, das sollte sich dann als weise Entscheidung herausstellen. Am Col du Fanget (1’459m) haben wir dann noch ein Quäntchen Glück, wären wir gestern dort gewesen, wäre die Passstrasse wegen einer Sportveranstaltung geschlossen gewesen. Wir fahren auf fast leeren Strassen durch Schluchten und über Hügel. Es ist wahnsinnig schön aber auch mindestens so heiss. Am Col Bayard (1’246m) machen wir einen Kafihalt, die Aire ist ideal gelegen, gleich neben der Strasse im Wald, schön angenehm kühl, ähm schattig, kühl war es den ganzen Tag nicht!

Wir verpassen die Umfahrung von Grenoble und kämpfen uns durch die Stadt und jedes Lichtsignal scheint sich mit uns verschworen zu haben und schaltet just, wenn wir darauf zufahren auf Rot. Kurz nach Saint-Quentin-sur-Isère wird unser Weg versperrt, da ist einfach ein ganzer Berg heruntergebrochen!! Aber kurz davor hat es eine weitere Aire und wir machen Mittagsrast, etwas Brot, Wurst und viel Wasser. Wir folgen der Umleitung und erreichen dann unsere ursprüngliche Route wieder, diese führt uns durch die Tunnel de Ley Falaises de Presles und über die Route touristique de Combs Laval. Kurz zuvor fahren wir durch die Ortschaft Saint-Jean-en-Royans und zufälligerweise suchen wir oben auf der Route ein Hotel in ebendieser Ortschaft aus. Also geht’s weiter über die Route touristique und dann wieder um den Berg zurück. Wir klingeln am Hotel und erbitten ein Zimmer – Nous somme complet! Also suchen wir auf unserer Hotelsuchmaschine ein Hotel und finden eines, buchen ein Zimmerchen und stellen fest, es ist ebendieses Hotel, vor dem wir gerade stehen. Wir klingeln erneut und sagen, wir haben reserviert. Alles paletti, ausserdem hat das Hotel auch ein ausgezeichnetes Restaurant. Und zum Znacht gibt es Canard – Ente gut alles gut.

Tagesetappe: 394km
Total: 2’290km

Irgendwo in Grenoble hat meine Tiger die 40’000km vollgemacht, aber bei der Hitze ist mir das irgendwie untergegangen …

Route des Crêtes

Tag 7,Samstag, 20.06.2026: Heute heisst es wieder zurück auf die Strasse. Den Proviant haben wir bereits gestern organisiert und wir müssen nur noch tanken.

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Danach geht es wieder zurück in Richtung Frankreich. Wir nehmen die Autobahn und fahren an Monaco und Nizza vorbei und kommen zum ersten Cöllchen des Tages, dem Col de Vence (983m). Die massiven Pässe sind vorbei, aber die Gegend ist weiterhin sehr eindrücklich. Wir fahren auf schmalen Strassen eng an der Felswand durch die Clue de Gréolières. Anschliessend fahren wir der Route d’Aiglun entlang, über Hügel und Schluchten und an weiteren Felswänden. Und es vor allem eines: Heiss! Das Thermometer unserer Maschinen zeigt bis sagenhafte 37° an und wir machen regelmässig einen Trinkstopp. Bis und mit Nachtessen haben wir zusammen 7 Liter Wasser getrunken, plus je ein grosses Bier.

Anschliessend überqueren wir den Col de Luens (1’054m), um dann nach einem Tankstopp und auffrischen des Wasservorrates auf die Route des Crêtes abzubiegen. Am Anfang geht es über einige Serpentienen hoch, aber dann hat es plötzlich Aussichtspunkte, an denen Leute in die Ferne schauen, wir machen Halt und wollen dies genauer wissen. Am Aussichtspunkt «Belvédère de la Dent d’Aire» schauen wir hinunter ins Tal und es bleibt uns etwas der Speutz weg. Der Fluss Verdon fliesst sagenhafte 700m unter uns und es geht senkrecht nach unten! Weiter geht die Fahrt über die ca. 15km lange Kretenstrasse, die Aussicht und die Strecke ist atemberaubend! Wir fahren am Lac de Sainte-Croix vorbei und so langsam kommen wir aus den Hügeln heraus. Es wird flach, so wirklich flach und wir finden uns in der provencetypischen Lavendelfeldern wieder. Es riecht sehr intensiv, wenn man an so einem Feld vorbeifährt. Wenig später kommen wir in Gréoux-les-Bains an und schlagen unser Nachquartier auf.

Tagesetappe: 342km
Total: 1’896km

Dolce far niente

Tag 6, Freitag, 19.06.2026: Na so ganz «far niente» war es dann doch nicht. Zumindest zeigt der Schrittzähler am Abend 18’581 Schritte an!

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Es war aber ein sehr schöner Tag, 30° Sonne und ein kühlendes Bad im Meer. Das sich allerdings gar nicht so einfach bewerkstelligen liess, so sind die allermeisten Strände im Besitz von irgendwelchen Beachclub’s und somit zahlungspflichtig. So kann zum Bespiel ein Tag für 2 Personen, einen Sonnenschirm und 2 Liegen 32 Euro kosten, wohlgemerkt in der dritten Reihe!

Wir haben darauf verzichtet und uns eine «Spaggia libera», einen freien Stand gesucht und diesen gleich unterhalb unseres Hotels gefunden (Bagni Foce Levante Croce Rosso Sanremo). Damit sich das Bad auch lohnte habe wir eine Sightseeing Runde durch die Altstadt gemacht, immer schön auf der Strassenseite wo es, sofern vorhanden, Schatten hatte. Ist ein nettes Städtchen dieses Sanremo.

Damit wir die knapp 50m Höhendifferenz zum Hotel nicht zweimal bewältigen müssen, haben wir uns zu einem Apero entschieden um die Zeit bis zum Nachtessen zu überbrücken. So gut wie alle Restaurants machen erst um 19 Uhr wieder auf.

Gestärt mit einer leckeren Pizza machen wir uns zurück zum Hotel, haben wir doch wieder einiges zu tun, Blog schreiben und die Route von Morgen prüfen und in’s Navi zu überspielen.

Tagesetappe: 0km
Schritte: 18’581
Total: 1’554km

Fin Routes des Grandes Alpes

Tag 5, Donnerstag, 18.06.2026: Tagwach ist um 0700 Uhr, dann Duschen, anziehen und ab zum Frühstück. Ziel ist es, um spätestens neun Uhr auf der Piste zu sein. Das schaffen wir auch heute locker und sind um 0845 Uhr im Carrefour um den Proviant aufzustocken, ein Baguett, Äpfel und eine Saucisson (französische salamiähnliche Wurst) und natürlich Wasser, viel Wasser!

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Dann geht’s ab zum Gorges du Barchelard, der glücklicherweise wieder offen ist. Bereits nach dreiviertel Stunden kommen wir auf dem ersten Col des Tages an, dem Col de la Cayolle (2’326m) an. Wieder unten angekommen, erreichen wir Saint-Martin d’Entraunes und fahren ein Stück Strecke, das wir gestern in entgegengesetzter Richtung gekommen sind. Die paar Kilometer «bekannte» Strecke machen aber nichts aus, in der anderen Richtung gefahren sieht es eh komplett anders aus. Wir verlassen und nehmen den nächsten Col unter die Räder, den Col de Valberg (1’672m). Kurz nach dem Pass hat es eine Aire (Picknickstelle) und wir machen uns einen Kafi in der Bialetti und gönnen uns einen Apfel. Dann geht’s aber gleich schon weiter zum Col de la Couillole (1’678m) – kommt dir bekannt vor? Genau, auch den haben wir gestern von der gegenüberliegenden Seite erklommen. Aber das ist nicht weiter tragisch, nach den vielen Col’s haben wir ehrlich gesagt etwas den Überblick verloren. Aber jeder einzelne war ein Genuss.

Gegen Mittag erreichen wir kurz abseits der Route das Fort de la Madeleine, eine Befestigungsanlage auf 986m, dort hat es einige Bänkli am Schatten, ein Klo (sehr sauber) und einen Trinkwasserspender. Wir nutzen die Gelegenheit und machen Mittagspause, mit dem am morgen erworbenen Proviant. Es geht ein angenehmes Lüftchen, was die Pause bei gut 30° erträglich macht. Wir trinken unsere Flaschen aus und füllen sie für später am Spender.

Über den Col Saint-Martin (1’503m) erreichen wir den Col de Turini (1’607m). Oben auf dem Pass kann man noch weiter den Berg hochfahren und erreicht eine Ringstrasse (Origine Circuit de L’Authion), auf der viele Befestigungsanlagen auf dem 2. Weltkrieg zu besichtigen sind und ein Panzerwrack eines Stuart Panzers der US-Army.

Dann geht es über unzählige Serpentinen herunter, es will kaum mehr aufhören! Aber es geht von guten 1600m herunter auf 0m – wir kommen in Merton, dem Ende der Routes des Grandes Alpes und zugleich am Mittelmeer an. Wir haben es geschafft!

Morgen gönnen wir uns einen Tag Erholung und fahren dazu nach Italien, genauer gesagt nach Sanremo.

Tagesetappe: 266km
Total: 1’554km

2802

Tag 4, Mittwoch, 17.06.2026: Heute Morgen geht es erstmals in die entgegengesetzte Richtung.

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Allerdings nur knappe 2km, da dort die nächste Tankstelle ist. Anschliessend geht es gleich los mit dem ersten Col. Wir starten auf ca. 1’650m und fahren auf den Col du Vars (2’109m). Danach geht es zum höchsten Punkt unserer Reise, dem Col de la Bonette (2’715m), von da geht aber noch eine Ringstrasse um den Cime de la Bonette, welche es dann auf sagenhafte 2’802m schafft! Dann noch über den Col de la Couillole (1’678m) um anschliessend von den Bergen zu den Schluchten zu wechseln. Als erstes durchfahren wir die Schlucht «Gorges Supérieures du Cians». Wahnsinnig eindrücklich und da die Strasse so gut wie keine Ausweichstellen hat, gab es leider auch fast keine Möglichkeiten, um einen Fotostopp einzulegen. Sehr eindrücklich waren auch die Felsen, die eine tief bordeauxrote Farbe haben. Nach dem Mittagshalt durchfahren wir den «Gorges de Daluis», nicht weniger faszinierend! Dann noch über den Col des Champs (2’061m) und den Col d’Allos (2’247m). Eigentlich wäre der Plan gewesen, noch durch die «Gorges du Bachelard» zu fahren, diese war aber nach einigen Kilometern wegen Felsschlag gesperrt, so schlagen wir unser Nachtlager in Barcelonnette auf und gönnen uns ein Schölleli Fleisch im «Comme a la Maison».

Tagesetappe: 313km
Total:1’288km