Tag 8, Sonntag, 21.06.2026: Mit Lavendelduft in der Nase verlassen wir das Hochplateau (ca 650m) um Valensole und wenden uns Richtung Norden. Als erstes überqueren wir den Col de l’Orme (732m), gefolgt von der Clues de Barle. Dies Klusen sind alle so in etwa gleich, sehr schmale Strassen, man muss förmlich um die Kurven spienzlen, kleben an den Felswänden und auf der anderen Seite hat es ein Mäuerchen, ca. 50cm hoch und dann geht’s runter, weit runter!
Weiterlesen: Strassen die am Felsen klebenDie beiden Wasserflaschen in unserem Vorrat kommen uns etwas knapp vor, so machen wir in einem kleinen Supermarkt (Proxy) halt und stocken unseren Vorrat mit 3 weiteren 1.5l Flaschen und 2 Äpfeln auf, das sollte sich dann als weise Entscheidung herausstellen. Am Col du Fanget (1’459m) haben wir dann noch ein Quäntchen Glück, wären wir gestern dort gewesen, wäre die Passstrasse wegen einer Sportveranstaltung geschlossen gewesen. Wir fahren auf fast leeren Strassen durch Schluchten und über Hügel. Es ist wahnsinnig schön aber auch mindestens so heiss. Am Col Bayard (1’246m) machen wir einen Kafihalt, die Aire ist ideal gelegen, gleich neben der Strasse im Wald, schön angenehm kühl, ähm schattig, kühl war es den ganzen Tag nicht!
Wir verpassen die Umfahrung von Grenoble und kämpfen uns durch die Stadt und jedes Lichtsignal scheint sich mit uns verschworen zu haben und schaltet just, wenn wir darauf zufahren auf Rot. Kurz nach Saint-Quentin-sur-Isère wird unser Weg versperrt, da ist einfach ein ganzer Berg heruntergebrochen!! Aber kurz davor hat es eine weitere Aire und wir machen Mittagsrast, etwas Brot, Wurst und viel Wasser. Wir folgen der Umleitung und erreichen dann unsere ursprüngliche Route wieder, diese führt uns durch die Tunnel de Ley Falaises de Presles und über die Route touristique de Combs Laval. Kurz zuvor fahren wir durch die Ortschaft Saint-Jean-en-Royans und zufälligerweise suchen wir oben auf der Route ein Hotel in ebendieser Ortschaft aus. Also geht’s weiter über die Route touristique und dann wieder um den Berg zurück. Wir klingeln am Hotel und erbitten ein Zimmer – Nous somme complet! Also suchen wir auf unserer Hotelsuchmaschine ein Hotel und finden eines, buchen ein Zimmerchen und stellen fest, es ist ebendieses Hotel, vor dem wir gerade stehen. Wir klingeln erneut und sagen, wir haben reserviert. Alles paletti, ausserdem hat das Hotel auch ein ausgezeichnetes Restaurant. Und zum Znacht gibt es Canard – Ente gut alles gut.
Tagesetappe: 394km
Total: 2’290km
Irgendwo in Grenoble hat meine Tiger die 40’000km vollgemacht, aber bei der Hitze ist mir das irgendwie untergegangen …