Viaduc de Millau

Tag 10, Dienstag, 23.06.2026: Heute morgen haben wir etwas Startschwierigkeiten, zum einen dem Zmorgen geschuldet, welcher erst ab acht Uhr bereitstand, sich aber absolut gelohnt hat. Zum anderen, weil die neue Route einfach nicht auf’s Navi wollte und wir ausserdem noch eine Banküberweisung tätigen mussten.

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Beim Auschecken stellten wir fest, dass keine Kartenzahlung möglich war. Die Gastgeberin drückt uns ihre IBAN in die Hand und meinte wir solle es dann einfach überweisen. Sie hat noch keine ID oder sonst was von uns gesehen. Wir sind ab dem Vertrauen beeindruckt und überweisen natürlich prompt! Ausserdem runden wir noch gehörig auf, da wir die «Vase de brosse de toilettes», das Keramikgeschirr der Klobürste zerscheppert haben. Das Teil stand aber auch etwas unglücklich auf dem WC-Deckel und beim Umdrehen mit dem Badetuch flog das Teil. Als wir es gebeichtet haben, meinte sie unbeeindruckt, sowas kann passieren.

Gegen 10 Uhr ging es dann endlich los und beim ersten Intermarché füllten wir abermals unseren Proviant nach. Der erste Liter kalten Wasser schütteten wir sogleich in uns rein. Der Rest des Wasserlagers kaufen wir ungekühlt, hat einfach keinen Sinn, das Wasser ist nach einer Stunde eh warm! Unsere Höbel bekamen natürlich auch etwas gegen den Durst.

Jetzt kann es wirklich losgehen und als erstes steht die Überquerung des Rhonetals auf dem Programm, lang und heiss. Die vielen Ortschaften machen es nicht einfacher. Bei Saint-Martin-d’Ardèche beginnt der Gorge de l’Ardeche, eine ca. 32km lange Schlucht. Zu unserem Leidwesen fährt man nicht unten beim Fluss, wo es schattig und schön kühl ist, nein man fährt ober auf dem Kamm und hat dafür atemberaubende Aussichtpunkte. Bei der Ortschaft Vallon-Pont-d’Arc hat es dann noch einen gigantischen Gesteinsbogen durch den die Ardeche fliesst. Leider ist der Platz etwas beschränkt und wir konnten deshalb kein Foto machen.

Anschliessend fahren wir den Gorge de la Vie hoch und oben auf dem Plateau eine Strasse entlang, die 5km lang nicht den geringsten Bogen macht. Haben wir seit unserem USA Trip nicht mehr erlebt.

Bei einem unserer vielen Trinkhalte stellen wir unsere Höbel an den Schatten unter einem Baum und kaum haben wir getrunken dackelt schon so ein Louis daher und meint dann auf französisch, dass das Parkieren hier auf dem Trottoir nicht erlaubt sei. Wir ignorieren ihn und wundern uns über den anderen dort abgestellten Töff, welcher sogar ein Schloss am Vorderrad hat. Egal, wir machen uns auf, weiterzufahren. Die letzten Kilometer in Richtung Millau fahren wir auf der Autobahn, da eine Umleitung so ausgeschildert war. Kurz vor Millau sehen wir dann auch, was der Grund für diese Routenwahl war, das imposante Viadukt, welches sich auf 2’460m Länge und einer gesamten Höhe vom 343m über das Tal erstreckt. In Le Rozier schlagen wir unser Nachtlager auf. Zum Hotel gehört das Restaurant L’Alicanta. Extrem lecker zu einem überraschend günstigen Preis.

Tagesetappe: 300km
Total: 2’870km