Tag 9, Freitag, 11.09.2026: Nach einer erholsamen Nacht begrüsst mich die Sonne. Beim Zmorgenkafi um 0800 Uhr hat es bereits angenehme 20° und in Gedanken packe ich meinen Töff und überlege mir das ich noch für Souveniers oder sardische Nudeln ich mit nach Hause nehmen soll. Für die heutige Tour nach Olbia sind ca. 5h veranschlagt, heisst ich muss um ca. 14 Uhr los, dass ich für die Fähre um 2030 Uhr rechtzeitig am Hafen bin.
Noch bevor ich mich auf den Weg mache, erhalte ich die Nachricht, dass die Fähre nicht vom Haupthafen ablegt, sondern von «Porto Cocciani» aus, der ca. 15 Minuten vom Haupthafen entfernt ist und an dem ich auch angekommen bin, ich passe meine Route an. Nach einer herzlichen Verabschiedung mache ich mich auf den Weg nach Osten. Bei Teti fahre ich weiter auf der SP4 und umrunde den «Lago di Chucchinadorza» und komme dann nach Ovodda. Von dort über die SS128 am «Lago di Gusana» entlang und an der Stelle vorbei, an der ich am ersten Tag auf der Insel meine «Abenteuererfahrung» hatte. Über Mamoiada und an Nuoro vorbei komme ich zum Abzweiger auf die SS389, welche für mich so eine Art Pflichtstrasse ist. Herrliche Kurven, tolle Aussicht und gute Strasse, welche mich über Bitti und Budduso nach Monti führt. Die um diese Zeit bereits etwas tiefstehende Sonne lässt mich die letzten Kurven nicht mehr so ganz geniessen, da sie doch etwas unangenehm blendet. Am Ortsausgang von Monti bin ich den beiden Polizistinnen wohl zu langsam für ein persönliches Kennenlernen.
Ich fahre weiter nach Olbia und komme um ca. 19Uhr am Industriehafen Cocciani an. Beim Einchecken meint der Signore von Moby «Abbiamo un problema» und ich dann so «Fragezeichen»?? Irgendwie hat sich beim Buchen für die Rückfahrt mein Motorrad von der Buchung verabschiedet und ich muss es Nachbuchen, allerdings am Ticketschalter am Haupthafen und das sind dann 2x 15 Minuten Weg, also nichts wie los! Es klappt problemlos und ich bin auch rechtzeitig zurück, kann auf die Fähre und beziehe meine Kajüte. Dann kommt die nächste «Botschaft», infolge vielem Schiffsverkehr verzögert sich die Abfahrt um rund 45 Minuten. Nach einer erfrischenden Dusche gehe ich an Deck und geniesse nochmals ein sardisches Birra und gehe anschliessend Nachtessen. Gute Nacht.
Tagesetappe: 279km
Total: 2’317km