Tag 5, Donnerstag, 28.08.2025: Die ersten Tageskilometer gehen durch bewohntes Gebiet und wir kämpfen uns durch unzählige Ortschaften und gefühlt noch durch viel mehr Baustellen. Wir scheinen kaum vom Fleck zu kommen.
Unsere Route führt uns über tolle Kurven durch den «Peak District National Park». Zwischendurch werden die Strassen so eng, dass sich Autos nicht mehr und wir und Autos nur noch knapp kreuzen können. Die Gegend scheint ein absolutes Erholungsgebiet zu sein. Überall sieht man Wanderer, welche plötzlich über die Steinmauern auf die Strassen klettern. Die Landwirtschaft scheint ausschliesslich aus Schafzucht zu bestehen, und gelegentlich hat es auch auf den Strassen freilaufende Schafe – also Obacht – aber die schmalen Strassen lassen eh nur eine mässige Geschwindigkeit zu. In Huddelstone kommen wir dann wieder in städtisches Gebiet und irgendwie scheinen hier überall die Strassen saniert zu werden, wir kämpfen uns von Ampel zu Ampel. Und kaum an Stadtende angekommen, beginnt bereits die nächste Stadt. In Halifax, zwischen Manchester und Leeds gelegen, kämpfen wir uns durch eine nimmer endende Baustelle durch die ganze Stadt! Bei der Warterei im Stau setzt dann plötzlich noch der Regen ein, zum Glück nicht besonders heftig.
Wir fahren dann weiter über Hügel und Täler, bei denen die Strassen steil auf und ab gehen, so steil, dass man sich fast auf einer Achterbahn fühlt. Einmal haut es uns sogar aus dem Sitz bei einer Bodenwelle. Kurz vor Kettlewell entscheiden wir uns zu einem Kafihalt und feuern unsere Bialetti ein. Kaum haben wir den Kafi eingegossen, beginnt es zu regnen und diesmal nicht nur tröpfchenweise sondern so stark, dass wir uns grad knapp noch gegen die Regenklamotten entscheiden. Weiter geht es über den Buttertubbs Pass (zwischen Hawes und Thwaite gelegen) und mit einer Höhe von 526m ein eher hoher Pass im Vereinigten Königreich. Die Gegend ist atemberaubend und zwischendurch hat es unglaublich steile Stellen von bis zu 25% (Stonesdale Lane kurz vor West Stonesdale). Das Wetter zeigt sich gnädig oder wir haben einfach ein Glück, dass unserer Route immer entgegen des Schlechtwetters abzweigt. Gegen 17 Uhr kommen wir in Middelton-in-Teesdale an und entschliessen uns, uns nach einer Unterkunft umzusehen.