Tag 1, Sonntag, 24.08.2025: Bei idealem Töffwetter starten wir am Sonntagmorgen unsere Töfftour. Diese führt uns untypisch aber alternativlos über die Autobahn nach Öensingen. Von dort fahren wir durch Mümliswil, der Heimat unseres Grossmuttis und dann über den Passwang in Richtung Jura.
Entlang der französischen Grenze wechseln wir mehrfach die Landesgrenze, je nachdem auf welcher Flussseite des «La Lucelles» wir uns befinden. Kurz vor dem endgültigen Grenzübertritt machen wir im «Restaurant de la Poste» in Damvant halt und geniessen einen Kaffee. Dabei machen wir die Bekanntschaft mit einem Einheimischen, dem sein Auto zugeparkt ist. Da er bereits 83-jährig ist hat er es nicht besonders eilig und wir unterhalten uns sehr eifrig. Dennoch kommt bald der Parksünder und als er wegfährt, erhaschen wir einen Blick auf die Autonummer, sie beginnt mit TG….. – oh Mann, selbst im Hintersten Jura werden noch Ostschweizer Klischees erfüllt.
Das Wetter klart auf und bei etwas mehr als 20 Grad setzen wir unserer Reise fort. Um kurz nach 17 Uhr erreichen wir das Örtchen Chatillon-sur-Seine und beschliessen dort eine Unterkunft zu suchen. Wir entscheiden uns für ein Bed & Breakfast mit Namen «Le Jardin de Carco» bei dem uns die Mutter der Besitzerin den Schlüssel aushändigt und beim etwas beschwerlichen Treppensteingen meint, das ginge mit 86 Jahren halt nicht mehr so flott. Auf Nachfrage empfiehlt sie uns noch ein Restaurant, das «L’évidance», weiter unten im Städtchen, gleich nach der Bücke über die Seine.
Als wir uns schlau machen, stellen wir fest, dass die Seine nur einige km weiter entfernt entspringt, jedoch hier im Dorf nur ein zugewachsener Grünstreifen ist. Zufrieden gehen wir zu Bett.