Fin Routes des Grandes Alpes

Tag 5, Donnerstag, 18.06.2026: Tagwach ist um 0700 Uhr, dann Duschen, anziehen und ab zum Frühstück. Ziel ist es, um spätestens neun Uhr auf der Piste zu sein. Das schaffen wir auch heute locker und sind um 0845 Uhr im Carrefour um den Proviant aufzustocken, ein Baguett, Äpfel und eine Saucisson (französische salamiähnliche Wurst) und natürlich Wasser, viel Wasser!

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Dann geht’s ab zum Gorges du Barchelard, der glücklicherweise wieder offen ist. Bereits nach dreiviertel Stunden kommen wir auf dem ersten Col des Tages an, dem Col de la Cayolle (2’326m) an. Wieder unten angekommen, erreichen wir Saint-Martin d’Entraunes und fahren ein Stück Strecke, das wir gestern in entgegengesetzter Richtung gekommen sind. Die paar Kilometer «bekannte» Strecke machen aber nichts aus, in der anderen Richtung gefahren sieht es eh komplett anders aus. Wir verlassen und nehmen den nächsten Col unter die Räder, den Col de Valberg (1’672m). Kurz nach dem Pass hat es eine Aire (Picknickstelle) und wir machen uns einen Kafi in der Bialetti und gönnen uns einen Apfel. Dann geht’s aber gleich schon weiter zum Col de la Couillole (1’678m) – kommt dir bekannt vor? Genau, auch den haben wir gestern von der gegenüberliegenden Seite erklommen. Aber das ist nicht weiter tragisch, nach den vielen Col’s haben wir ehrlich gesagt etwas den Überblick verloren. Aber jeder einzelne war ein Genuss.

Gegen Mittag erreichen wir kurz abseits der Route das Fort de la Madeleine, eine Befestigungsanlage auf 986m, dort hat es einige Bänkli am Schatten, ein Klo (sehr sauber) und einen Trinkwasserspender. Wir nutzen die Gelegenheit und machen Mittagspause, mit dem am morgen erworbenen Proviant. Es geht ein angenehmes Lüftchen, was die Pause bei gut 30° erträglich macht. Wir trinken unsere Flaschen aus und füllen sie für später am Spender.

Über den Col Saint-Martin (1’503m) erreichen wir den Col de Turini (1’607m). Oben auf dem Pass kann man noch weiter den Berg hochfahren und erreicht eine Ringstrasse (Origine Circuit de L’Authion), auf der viele Befestigungsanlagen auf dem 2. Weltkrieg zu besichtigen sind und ein Panzerwrack eines Stuart Panzers der US-Army.

Dann geht es über unzählige Serpentinen herunter, es will kaum mehr aufhören! Aber es geht von guten 1600m herunter auf 0m – wir kommen in Merton, dem Ende der Routes des Grandes Alpes und zugleich am Mittelmeer an. Wir haben es geschafft!

Morgen gönnen wir uns einen Tag Erholung und fahren dazu nach Italien, genauer gesagt nach Sanremo.

Tagesetappe: 266km
Total: 1’554km