Im Land der tausend Vulkane

Tag 19 (Freitag, 14. September) Heute kommen wir schliesslich im schönen Lande Kalifornien an. Aber auch heute zuerst alles der Reihe nach! Auch heute zelebrieren wir, des Morgens früh, noch mit Augenbutter in situ, unsere Joggingrunde, ganz nach amerikanischer Manier dem Highway entlang, damit wir die vorbeifahrenden Sattelschlepper in ihrem ganzen Chromglanze in der Morgensonne sehen können. Danach duschen und ab zum Frühstück, gerade gegenüber, im familiären Restaurant Manning’s Cafe, das fest von Frauenhand geführt wird. Dann, gegen halb zehn, nach dem Tanken, donnern wir den Highway 58 nach Osten los in Richtung Crater Lake.

Wir meiden heute die namenlose Strasse durch die grüne Hölle von Oregon (weil wir uns nicht verfahren und dann als verschollen gelten möchten auf einer Strasse, die keine Nummer hat, und auf der wahrscheinlich auch kaum jemand sonst fährt) und nehmen anstatt dessen den offiziellen Highway. Wir überqueren den Willamette Pass auf gut 5000 Fuss Meereshöhe, an einer Strassenbaustelle vorbei, auf der alles attraktive Blondinen arbeiten (das ist keine Halluzination!), bis zur Stelle, an der die Strasse 58 in den Highway 97 mündet und nach Süden zieht, und von dort bis zur Abzweigung der Strasse 138, die uns zum Crater Lake National Park hinführt.

Die Strasse mündet nach dem Rangerhäuschen zunächst in eine karge Hochebene, die einen Vorgeschmack auf vulkanische Aktivität vermittelt (alles roter Sand, und selten mal ein Nadelbaum). Sie führt sanft hinan, einem Grat entgegen, auf dem sich mit einer Riesenüberraschung unvermittelt und plötzlich der Blick auf einen immens grossen Kratersee öffnet; einfach eine Wucht, die einen erschlägt. Die Ringstrasse am Kraterrand entlang misst rund 33 Meilen Länge, was die Ausmasse dieses Naturspektakels verdeutlicht.

Wir fahren von Aussichtskunkt zu Aussichtspunkt, von Ah! und Oh! zu Ah! und Oh! So wird es auch heute drei Uhr Nachmittags, bis wir uns von dieser Pracht losreissen können und uns auf den weiteren Weg nach Redding, das bereits im Bundesstaat Kalifornien, dem Land des Gubernators Nöldi Schwarzenegger, liegt. Die Fahrt ist extrem schön, wir fahren dem oberen und unteren Klamath-See entlang, kommen bei Weed am imposanten und schneebedeckten Mount Shasta (Höhe rund 14’500 Fuss), einem grossen Vulkankegel, und einigen weiteren kleineren Vulkanen vorbei, die gerade nicht aktiv sind, aber dennoch recht bedrohlich und unheimlich aussehen.

Nach Redding schaffen wir es knapp nicht vor Sonnenuntergang, sodass wir auch heute kurz vor den Ziel einen Stopp einlegen müssen, um auf das Nachtfahrtenu zu wechseln. Wohlbehalten kommen wir im Quality Inn in Redding an und gehen zum Dinner in Logan’s Steakhouse, w0 wir uns ein ordentliches, butterweiches Angussteak einverleiben.

Im übigen müssen hier auch einmel einige alltägliche Kleinigkeiten dokumentiert werden: Motorradfahren ist supercool. Wir haben es extrem gut miteinander, und auch sehr lustig und fidel (keine weiteren Details darüber!), es gib einen Turnus, wer allein im Bett schlafen darf, und wir trinken jeden Tag ein Bier, und zwar jeden Tag ein anderes (macht bis heute 42 summa summarum verschiedene Biere!).

Oakridge, OR (A) – Crater Lake, OR (B) – Klamath Falls, OR (C) – Redding, CA (D)
Trip: 358mi / 576km (Total: 4’585mi/7’377km)
Zeit: 6:30h

1 Kommentar zu „Im Land der tausend Vulkane“

  • Lea:

    Jööö, diä Streifähörnli, oder wa da isch, sind jo meega schnügig 🙂
    Guet verwütscht 😉 sind alles u schöni fotene
    Grüessli
    Lea