Westlich von Santa Fe

Wir machen heute morgen joggenderweise eine Sightseeing-Tour in die Innenstadt von Santa Fe. Es ist alles im Adobe-Stil erbaut, fast alle Häuser einstöckig, gar keine Hochhäuser. Es gibt also kein von weitem sichtbares Downtown Santa Fe. Wir sehen viele schöne Geschäfte, die Ledersachen und Schmuck verkaufen, fast kein Ramsch. Wir umrunden die Plaza und betrachten die Kirche, die dem Stadtheiligen Franz von Assisi gewidmet ist, und traben dann zum Hotel zurück…Nach dem Hotelfrühstück fahren wir los, zuerst etwas nach Süden, und dann in die Region westlich von Santa Fe, die an die gleichnamige Serie der siebziger Jahre erinnert. Es ist hier wirklich alles sehr wildwest-mässig. Nach einem kurzen Stück durch hügeliges Land gelangen wir in eine nimmer enden wollende Ebene, die wir auf pfeifengeraden Strassen durchqueren, dutzende von Kiloemtern ohne Kurve, mit Strassen, die geradeaus bis zum Horizont führen.

Wir fahren durch Stanley, Moriarty, Estancia bis nach Willard, wo wir nach 90 Meilen einen Kaffeehalt machen wollen, aber Willard ist ausgestorben, ebenso wie das einzige Kaffee in Town, von dem wir nur Fotos von aussen machen können. Wir verlassen die Strasse 41 und nehmen weiter die Strasse 60 nach Westen bis Mountainair (ja, wirklich), wo wir in einer Bäckerei Mittagshalt machen.

Einie Meilen weiter besichtigen wir die Abò-Site der Salinas Pueblo Missions, ein National Monument, das Ruinen historischer Gebäude zeigt, die einerseits durch die Kultur der Ureinwohner, andererseits durch die christlichen Missionare geprägt wurden. Die Überreste der Gebäude sind sehr eindrücklich.

Wir fahren weiter geradeaus durch die Prärie, neben einer Bahnlinie, auf der rege Verkehr herrscht. Urban winkt einem Lokführer, der daraufhin sein Horn ertönen lässt. In Bernardo geht unser Weg einige Meilen auf der Interstate 25 bis Socorro, wo wir unsere leeren Tanks wieder füllen und wieder auf langen, geraden Strassen westwärts fahren. Wir wollen die Kelly Ghost Town (siehe auch: Western Mining History, Youtube) anschauen, finden aber die Abzweigung nicht. Also lassen wir’s und besichtigen dafür 30 Meilen weiter das National Radio Astronomy Observatory VLA Telescope. Hier sind auf einer riesigen Ebene weitab von störenden Einflüssen von Siedlungen Radioteleskope aufgestellt. Gottseidank hat die Batterie der Kamera den Geist aufgegeben, sonst wären wir vermutlich jetzt noch am Fotografieren. Klar ist das Ganze eindrücklich, aber eine Parabolantenne bleibt eine Parabolantenne, egal wieviele Male sie fotografiert wird…

Um 18 Uhr geht es dann an die letzte Etappe über Datil und die Strasse 12 noch weitere 60 Meilen, direkt in den Sonnenuntergang (was nicht halb so romantisch ist, wie wenn der lonesome Rider in den Sonnenuntergang reitet, weil’s furchtbar blendet) bis nach Reserve, wo wir in einem einsamen Motel Zimmer beziehen. Das reservierte Zimmer in Reserve selbst steht leider nicht zur Verfügung, aber die Wirtin gibt uns ein Reservezimmer 6 Meilen ausserhalb (in der Hidden Springs Inn), macht uns dafür feine Sandwiches zum Znacht.

Santa Fe, NM (A) – Mountainair, NM (B) – Very Large Array, NM (C) – Reserve, NM (D)
Trip: 322mi / 518km (Total: 5’535mi/8’906km)
Zeit: 5:45h

1 Kommentar zu „Westlich von Santa Fe“

  • Jesse Pinkmann:

    Yo Yo Yo 1-4-8–3 to the 3 to the 6 to the 9. . .“

    Was geht Burschen? Schade das ihr nicht vorbei gekommen seid. Bei Walt hätte es sicher noch etwas Pizza gegeben! 😉

    Peace Out.

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