Archiv für September 2012

Route 66 und zurück nach Las Vegas

Tag 34 (Samstag, 29. September) Der letzte Tag unserer Reise ist angebrochen. Heute machen wir aus unserer Joggingtour ein Sightseeing durch Seligman und eine Dokumentation des Niedergangs (so wirkt es auf uns, im Moment, aber warten wir’s ab…). Viele Gebäude wirken wie ausgestorben, scheintot, oder mindestens im vegetative state. Wir gehen zum Frühstück ins Roadrunner Cafe, und als wir friedlich draussen auf unseren Kaffee (er macht guten Starbuck’s Kaffee!) warten, ergiessen sich plötzlich ganze Schwärme von Harley-Fahrer-Gruppen und Touristenbussen in die Stadt und ins Cafe, sodass es mit der Ruhe nun vorbei ist. Diesen Beitrag weiterlesen »

Grand Canyon zum Zweiten: South Rim

Tag 33 (Freitag, 28. September) Wir haben uns gestern nach Williams und damit optimal von Süden an den Grand Canyon herangepirscht und uns damit in die beste Ausgangslage gebracht, um auch den Südrand (= South Rim) des Grand Canyon zu besuchen. Dazu nehmen wir nach dem Tanken dîe Route 64, die von Williams pfeifengerade nach Norden geht. Bei Valle nach etwa 28 Meilen, also etwa in der Hälfte des Weges, treffen wir auf die erste Sehenswürdigkeit, als wir links neben der Strasse eine Super Constellation stehen sehen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Route 66: Williams

Tag 32 (Donnerstag, 27. September) Die heutige Jogging-Runde führt uns an der sog. London Bridge in Lake Havasu City vorbei. Wenn das Bauwerk im Blickfeld aufaucht, könnte man meinen, man sei im falschen Film. Sogar englische Flaggen wehen an den Masten! Weil unsere heutige Route etwas kürzer ist als diejenige der vergangenen Tage, starten wir etwas später. Diesen Beitrag weiterlesen »

Geradeaus und durch die Wüste

Tag 31 (Mittwoch, 26. September) Nach dem Morgenjogging und dem Frühstück machen wir uns auf den Weg und fahren in der gleissenden Sonne die I-10 zurück nach Osten, bis wir nach 40 Meilen bei Desert Center den Highway verlassen und auf die Route 177 einschwenken. Der Ort verdient seinen Namen mehr als, denn da ist nichts mehr ausser einem Postamt. Die Tankstellen, die wir so dringend gebraucht hätten, sind allesamt verlassen und zerfallen. Die Stelle strahlt eine gesunde Morbidität aus! Das löst unser Problem aber nicht; wir haben beim Überqueren des Chiriaco-Summit 20 Meilen vorher in der irrigen Überzeugung, es müsse hier eine Tankstelle geben, leider versäumt, den Tank zu füllen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Mojave and Joshua Tree National Parks

Tag 30 (Dienstag, 25. September) Das Jogging-Morgenründeli führt uns nach Tecopa Downtown des 150 Seelen-Ortes, und zeigt uns neben der umwerfenden Landschaft auch die Vergänglichkeit und den Niedergang: Viele Gebäude sind verlassen, geschlossen, am Verfallen. Einige entwickeln erst dadurch einen gewissen Charme oder die besondere Atmosphäre. Da das Motelpersonal erst am Mittag erscheinen wird, wird auch klar, dass es mit dem Frühstück nichts wird. Wir fahren also die ersten 50 Meilen vor dem Zmorgen nach Baker hinunter. Dort, in der Stadt, eigentlich nur eine etwas ausgebaute Strassenkreuzung, kehren wir zum Brunch bei Denny’s ein. Diesen Beitrag weiterlesen »

Death Valley und Mars Attacks!

Tag 29 (Montag, 24. September) Heute geht’s wieder weiter. Wir verlassen Ridgecrest und fahren zuerst an die Tankstelle, wo wir’s uns aber anders überlegen, weil es doch noch für eine Weile reicht. Dafür erhalten wir von einem Mittanker Tips, welchen Weg wir nehmen sollen. Wir entscheiden uns für den geraden Weg, weil er am Ende über einen einladenden Pass führt. Da nehmen wir in Kauf, dass es zuerst schnurgerade auf der 395er nach Norden geht, etwa 50 Meilen, bis nach Olancha, wo wir tanken, Wasser einkaufen, und dann nach Osten auf die Route 190 in Richtung Death Valley abbiegen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Auf der faulen Haut in Ridgecrest

Tag 28 (Sonntag, 23. September) Umständehalber liegen wir heute auf der faulen Haut, so richtig sonntagsmässig, am Pool und in unserem Hotelzimmer, das wir noch für eine zweite Nacht gebucht haben. Wir wurden gestern abend präzis um acht, wie angekündigt, vom Abschlepper (Pro Tow) in Blackrock abgeholt. Wir standen im dunklen Tannenwald an der Kreuzung, nur angeschaut von den wilden Tieren und den gelegentlich vorbeifahrenden Truckfahrern (nur einer, ein fremder, hatte sich verfahren und fragte uns nach dem Weg; dem mussten wir wie ein Himmelsgeschenk vorgekommen sein), die in Tarnanzügen und mit Schusswaffen versehen durch den Tann fuhren. Es war still, nur ab und zu ein Knacken im Wald, oder ein Schuss, oder auch mal eine Salve…. Diesen Beitrag weiterlesen »

Sherman Pass und Panne

Tag 27 (Samstag, 22. September) Wir schreiben den heutigen Blog, während wir auf der Blackrock Ranger and Fire Station (Engine No. 41) auf den Abschleppdienst aus Ridgecrest warten. Aber, Ihr wisst schon, wie immer alles der Reihe nach. Diesen Beitrag weiterlesen »

Peaches and Sequoias

Tag 26 (Freitag 21. September) Der Schluss zuerst: Auch heute kommen wir wieder in finsterster Nacht beim Hotel an, in erster Linie, weil wir heute unfreiwillig ausgeschlafen haben, und zudem (freiwillig) kleine, kurvenreiche Strecken gewählt haben. Aber, auch heute, erst einmal der Reihe nach:

Wir gehen zum herzhaften Frühstück auswärts, da das Motel keinen Zmorgen serviert. Es hat dafür andere Vorzüge. Zu vorgerückter Stunde, nach dem volltanken, brausen wir also los, zuerst über die Route 49 nach Ahwahnee und Oakhurst, dann am Bass Lake vorbei nach North Fork, zweigen bei Hank’s Automotive in die Strasse nach Auberry ab, dann nach rechts in die Route 168 nach Osten, aber nicht weit, und dann Richtung Tollhouse und Trimmer an den Pine Flat Lake Stausee. Diesen Beitrag weiterlesen »

Yosemite

Tag 25 (Donnerstag 20. September) Wir wachen in unserem bärig-zimtigen Bed & Breakfast auf und sehen Mammoth Lakes nun bei Tageslicht. Nun sind auch die Berge der Sierra Nevada sichtbar, die den Ort zum Skiparadies machen. Wir fahren die drei Meilen wieder zur Route 395 hinunter und zurück nach Lee Vining. Kurz vorher zweigen wir nach Osten ab auf die Route 120 zum Gestade des Mono Lake, wo wir die Tuffsteinhäufen, die hier Tufa genannt werden, und die anderen Schönheiten dieses Ortes bestaunen. Diesen Beitrag weiterlesen »